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Ein Tag des Innehaltens
In ganz Österreich und Teilen der Schweiz und in vielen Regionen von Deutschland ist der 1. November ein gesetzlicher Feiertag, Allerheiligen.
Die Geschäfte, Banken, Schulen bleiben geschlossen, und der Alltag an diesem Feiertag wird spürbar entschleunigt.
Ein stiller Feiertag
Allerheiligen gehört zu den sogenannten „stillen Feiertagen“.
Das bedeutet, dass öffentliche, laute Unterhaltungsveranstaltungen oder wilde Partys eingeschränkt oder gar nicht stattfinden, um eine ruhige Atmosphäre zu gewährleisten.
Es ist ein Tag des Innehaltens, der Besinnung und der inneren Einkehr welche bewusst gezeigt und gelebt wird.
Traditionen und Bräuche
Für die meisten Menschen ist der 1. November der Anlass, um an verstorbene Angehörige, Freunde und Vorfahren zu denken.
Es ist ein Tag der Verbundenheit zwischen den Generationen.
Traditionell nutzen Familien den Tag für ein gemeinsames Essen und danach einen gemeinsamen Spaziergang zum Friedhof.
Die Gräber werden für den Winter herbstlich bepflanzt, mit Gestecken geschmückt und es werden Grablichter auch „Seelenlichter“ genannt, entzündet.
Die blühenden Pflanzen wie Chrysanthemen, Astern und Eriken schmücken dann die Gräber und sind eine Hommage an die Verstorbenen und ein Symbol für die Hoffnung, die in den Hinterbliebenen weiterlebt.
Wenn die Dunkelheit einbricht, entsteht auf den Friedhöfen oft ein eindrucksvolles Lichtermeer aus Kerzen.
Auch ein herbstlicher Spaziergang im Wald oder Park bietet ebenso den idealen Rahmen, um die eigenen Gedanken zu ordnen und ein wenig die Stille zu genießen.
Das bewusste Entzünden einer Kerze zu Hause hilft auch dabei, eine Brücke der Erinnerung zu bauen und dankbar zurückzublicken auf die gemeinsame Zeit.
Auch gibt es eine kleine kulinarische Tradition an diesem Tag in Österreich.
Dies ist der Allerheiligenstriezel oder auch Allerheiligengebäck genannt.
Dabei handelt es sich um ein süßes Hefegebäck in Zopf-Form. Dieser Striezel wird traditionell von den Taufpaten an ihre Patenkinder verschenkt.
Dieser geflochtene Zopf galt früher als Symbol für Glück und Verbundenheit.
Susanne Kandler
Wohn- und Raumberaterin










