Trend Check:
Herbst-Check für dein Zuhause
Der Herbst ist da und die ersten kühlen Nächte kommen oft schneller als erwartet.
In unserem Blog erfährst du wertvolle Tipps für deinen Herbst-Check!
In unserem Blog erfährst du wertvolle Tipps für deinen Herbst-Check!
Solange die Tage noch mild sind, lassen sich kleine Mängel am Haus, am Balkon oder in der Wohnung meist ohne Zeitdruck beheben.
Sobald Dauerregen, Frost oder die erste längere Heizperiode beginnen, werden undichte Fenster, mit Laub verstopfte Abläufe und eine schlecht eingestellte Heizung dagegen rasch unangenehm.
Eine gute Vorbereitung auf den Herbst/Winter bedeutet nicht, das gesamte Zuhause in eine Baustelle zu verwandeln.
Meist reichen einige gezielte Kontrollen, ein realistischer Arbeitsplan und die Entscheidung, welche Aufgaben du selbst übernehmen kannst oder bei welchen du dich an eine professionelle Firma wenden musst.
Warum der Frühherbst der richtige Zeitpunkt für den Hauscheck ist
Im September und Oktober sind viele Bauteile noch gut zugänglich und das Wetter ist auch noch angenehm, um Arbeiten im freien zu erledigen.
Fenster können bei milden Temperaturen geprüft werden, Gartenmöbel und Sonnenschirme trocken eingelagert und kleinere Schäden an Fassade oder Dachrinnen rechtzeitig erkannt werden.
Auch für deinen Heizungs-Check bleibt genug Zeit, um einen Termin mit deinem Fachbetrieb auszumachen, bevor die Heizung am ersten kalten Wochenende ausfällt.
Du beginnst am besten mit einem Rundgang und notierst dir alle Auffälligkeiten. Trenne dabei zwischen dringenden Sicherheitsproblemen, notwendigen Wartungsarbeiten und rein optischen Aufgaben. So vermeidest du, dass Zeit für Kleinigkeiten verloren geht, während ein lockeres Geländer, Feuchtigkeit oder eine technische Störung unbeachtet bleiben.
Dachrinnen und Fallrohre müssen Niederschläge zuverlässig ableiten. Laub, kleine Äste, Moos und Schmutz können den Wasserweg blockieren. Läuft Regenwasser über die Rinne oder staut es sich an einem Fallrohr, können Fassade und Sockel dauerhaft durchfeuchtet werden. Kontrolliere außerdem Bodeneinläufe, Lichtschächte und Entwässerungsrinnen bei Garagenzufahrten und frei liegende Kellereingänge.
Arbeiten auf Leitern oder am Dach gehören nur dann in Eigenregie, wenn ein sicherer Zugang, geeignetes Material und die notwendige Erfahrung vorhanden sind. Bei schwer erreichbaren Stellen oder sichtbaren Schäden ist ein Fachbetrieb die vernünftigere Wahl.
Fenster und Außentüren auf Zugluft prüfen
Undichte Fenster fallen im Sommer kaum auf, während sie in der Heizperiode Komfort und Energieverbrauch spürbar beeinflussen können.
Führe eine Dichtprobe der Dichtungen durch. Poröse, eingerissene oder stark verformte Gummiprofile sollten erneuert werden. Schmutzige Dichtungen gereinigt. Achte auch auf lockere Griffe und Spalten, an denen Wasser eindringen könnte. Dichtungen sind oft einfach zu erneuern und der positive Effekt ist hoch.
Kontrolliere außerdem, ob Fenster sauber schließen und Beschläge leichtgängig funktionieren. Manchmal genügt eine fachgerechte Einstellung der Beschläge oder auch ein Sprühstoß von einem Beschlags Öl.
Kontrolliere auch deine Eingangstüre, Balkon- und Terrassentüre auf Zugluft. Auch Kellerfenster und Schächte gehören jetzt gesäubert. Auch dein Garagentor gehört gereinigt, eine Dichtungspflege gemacht oder sogar eine Wartung organisiert.
Heizung vor dem ersten Dauerbetrieb testen
Warte mit dem ersten Probelauf nicht bis zum ersten kältesten Tag. Schalten die Heizanlage rechtzeitig ein und beobachte, ob alle Räume gleichmäßig warm werden.
Heizkörper sollten sauber und frei zugänglich sein. Möbel, Verkleidungen oder schwere Vorhänge behindern die Wärmeabgabe. Prüfe auch ob die Thermostate beweglich sind. Bei einer eigenen Heizungsanlage bieten Installationsbetriebe oft ein Herbst/Winterservice an, welche die Druckwerte und Einstellungen kontrollieren.
Wasserleitungen im Außenbereich
Freiliegende Leitungen in unbeheizten Bereichen verdienen vor dem Winter besondere Aufmerksamkeit. Eine geeignete Dämmung kann das Frostrisiko verringern, ersetzt aber nicht in jedem Fall das Entleeren stillgelegter Leitungsabschnitte.
Trenne Gartenschläuche vom Außenanschluss, lass in den Regentonnen das Restwasser ab und lagere die empfindlichen Armaturen trocken. Falls ein Außenwasserhahn eine eigene Absperrung besitzt, beachte die Hinweise des Herstellers oder Installateurs.
Auch der Gartenschlauchwagen darf jetzt auf einen trockenen und frostsichern Platz abgestellt werden.
Rauchwarnmelder und Sicherheitsausstattung testen
Mit Beginn der Heizsaison werden Öfen, Kerzen und elektrische Geräte wieder häufiger genutzt. Teste vorhandene Rauchwarnmelder entsprechend der Herstelleranleitung und achte auf das angegebene Austauschdatum. Verschmutzte oder überstrichene Geräte können ihre Funktion verlieren.
Ein Rauchwarnmelder erkennt nicht automatisch Kohlenmonoxid. Wo Feuerstätten oder andere mögliche Quellen für Kohlenmonoxid vorhanden sind, kann ein dafür geeigneter separater Melder beziehungsweise ein geprüftes Kombigerät sinnvoll sein. Auswahl und Montage sollten zur konkreten Anlage und zu den Herstellerangaben passen.
Kontrolliere außerdem Feuerlöscher oder Löschdecke, Lager Brennmaterial und anzünde Material mit ausreichendem Abstand zu deinem Kamin und halte Technikräume frei zugänglich.
Balkon, Terrasse und Garten sinnvoll vorbereiten
Reinige und trockne deine Gartenmöbel, Auflagen und Sonnenschirme, bevor sie eingelagert oder wetterfest abgedeckt werden. Feucht verpackte Textilien und Holzteile können während der Lagerung schimmeln. Achte bei Abdeckungen darauf, dass Luft zirkulieren kann und sich kein Wasser in Mulden sammelt.
Auch deine Gartengeräte haben dir über den Sommer gute Dienste erwiesen und gehören gereinigt, geschärft, geölt und nach den Herbstarbeiten trocken verstaut.
Leere empfindliche Pflanzgefäße stellst du geschützt vor den Frost auf. Frost kann Wasser im Material ausdehnen und Töpfe beschädigen. Balkonabläufe müssen frei bleiben, hier gilt dasselbe System wie bei den Dachrinnen. Laub, Moos und Erde sollten dort nicht bis zum nächsten Starkregen liegen bleiben. Prüfe gleichzeitig Geländer, Bodenbeläge und Fugen auf undichte oder lockere, beschädigte Stellen.
Es ist auch ein guter Tipp von mir ungesicherte Spalten im Gartenhaus oder in den Keller zu überprüfen und zu verschließen, wenn du keine ungebetenen Gäste haben möchtest über den Winter. Da die kleinen Nagetiere und Spinnen und Insekten Winterschutz suchen.
Was gilt in einer Mietwohnung?
Auch Mieter können viele Kontrollen selbst durchführen: Heizkörper freihalten, richtig lüften, Fensterdichtungen überprüfen, Balkonabläufe sauber halten und vorhandene Warnmelder testen.
Technische Eingriffe, bauliche Veränderungen und Arbeiten an allgemeinen Teilen des Hauses solltest du jedoch nicht eigenmächtig vornehmen.
Melde erkennbare Schäden oder Funktionsstörungen möglichst früh und nachvollziehbar an deinen Vermieter oder deine Hausverwaltung. Fotos, Datum und eine kurze Beschreibung helfen bei der Einordnung.
Ein realistischer Herbstplan für vier Wochen
Woche 1: Rundgang durchführen, Mängel dokumentieren und dringende Fachtermine vereinbaren.
Woche 2: Heizung testen, Heizkörper reinigen, Thermostate prüfen sowie Fenster und Türen kontrollieren, Dichtungen tauschen.
Woche 3: Abläufe säubern, Außenwasser ablassen und Balkon oder Terrasse säubern und ordnen. Wenn notwendig Gegenstände und Pflanzen einwintern.
Woche 4: Keller, Dachboden, Warnmelder, Notfallkontakte und Wintervorräte prüfen und lagern. Prüfe Außenbeleuchtung, Handläufe und Stolperstellen.
Dieser Plan verhindert, dass alle Aufgaben an einem Wochenende erledigt werden müssen.
Wichtig beginne mit diesen Punkten, deren Behebung eine Terminvereinbarung bei deinen Fachbetrieb erfordert. Reine Aufräum- und Pflegearbeiten lassen sich flexibel umsetzen.
Ein herbstfestes Zuhause entsteht nicht durch eine einzelne große Maßnahme. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus funktionierender Heizung, dichter Gebäudehülle, freier Entwässerung, geschützten Wasserleitungen und einer aufmerksamen Kontrolle wenig genutzter Bereiche.
Gehe systematisch vor und setze Prioritäten.
Danach folgen Pflege, Ordnung und Komfort. Wenn du rechtzeitig beginnst, bleibt genügend Zeit für fachkundige Hilfe – dadurch verliert der erste Kälteeinbruch seinen Schrecken.
Wer bis zum ersten Frost wartet, riskiert, dass aus einem kleinen Problem eine dringende Reparatur wird.
Wenn all die Arbeiten organisiert sind und erledigt sind kannst du dich entspannt auf die kalte Jahreszeit freuen.
Viel Spaß bei deiner Herbstarbeit.
Susanne Kandler











